Igelhaus, Kobel und Quartiere für Säugetiere und Amphibien
Igel, Haselmäuse, Siebenschläfer und Eichhörnchen brauchen dasselbe wie Vögel: einen sicheren Platz zum Schlafen, Überwintern und Jungenaufziehen. Genau diese Quartiere fehlen in aufgeräumten Gärten und ausgeräumten Landschaften am häufigsten – Laubhaufen werden entfernt, Hecken gerodet, alte Bäume gefällt.
Bei uns finden Sie die Quartiere von Schwegler aus witterungsbeständigem Holzbeton: die Igelkuppel mit Isolierboden als ganzjähriges Zuhause, den räubersicheren Haselmauskobel und den Futterautomaten für Eichhörnchen. Dazu kommt professionelle Ausrüstung für den Amphibienschutz.
Naturschutzprodukt Igelkuppel mit Isolierboden H 30,5 cm ganzjähriges Quartier aus Holzbeton
Naturschutzprodukt Schläferkobel Typ 1KS räubersicher Einschlupfloch 40 mm
Naturschutzprodukt Haselmauskobel Typ 2KS räubersicher Einschlupfloch 26 mm
Naturschutzprodukt Futterautomat für Eichhörnchen mit Futter (500 g) Futterstation aus Holz
Naturschutzprodukt Satz 2 Stück Futterautomaten für Eichhörnchen mit Futter Futterstation aus Holz
Eichhörnchen-Aufzuchtkobel Naturschutz-Nistkasten für Jungtiere, wetterfest & sicher
Naturschutzprodukt Amphibienschutzzaun Länge 100 m aus Kunststoffgewebe inkl. Zubehör
Igelquartiere: der beste Zeitpunkt ist jetzt
Igel suchen sich ihr Winterquartier im Oktober und November. Damit sie es annehmen, sollte es vorher schon da sein und nicht mehr nach frischer Baustelle riechen. Wer im Spätsommer oder Frühherbst aufstellt, gibt dem Tier Zeit, den Platz zu entdecken und als sicher einzustufen.
Die Igelkuppel mit Isolierboden ist mit 30,5 cm Höhe als ganzjähriges Quartier ausgelegt – nicht nur für den Winterschlaf, sondern auch als Tagesversteck im Sommer und als geschützter Ort für die Jungenaufzucht. Entscheidend ist der isolierte Boden: Igel verlieren Wärme vor allem nach unten, und ein Quartier ohne Bodenisolierung kühlt im Frost stark aus.
Wohin mit dem Igelhaus?
An eine ruhige, schattige Stelle – unter eine Hecke, hinter den Komposthaufen, an eine Mauer, jedenfalls abseits von Wegen und Sitzplätzen. Der Eingang sollte von der Wetterseite abgewandt liegen. Decken Sie das Quartier locker mit Laub, Reisig oder Zweigen ab: Das verbessert die Dämmung und lässt es für den Igel natürlicher wirken. Legen Sie zusätzlich eine Handvoll trockenes Laub hinein, das Nistmaterial trägt der Igel sich selbst ein.
Zwei Dinge, die häufiger schaden als das fehlende Haus: Mähroboter, die nachts laufen, und Laubsauger. Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und fliehen nicht, sondern rollen sich ein. Wer das Gerät nachts abschaltet und Laubhaufen liegen lässt, tut oft mehr für den Igelschutz als jede Anschaffung.
Ist der Igel eingezogen?
Bitte kontrollieren Sie das nicht durch Öffnen. Ein gestörter Winterschlaf kostet den Igel Fettreserven, die über das Überleben entscheiden. Ob jemand da ist, erkennen Sie an Spuren am Eingang, an verschobenem Laub und daran, dass das Quartier ruhig bleibt. Gereinigt wird erst im Frühjahr, wenn das Tier ausgezogen ist – etwa ab April.
Kobel für Haselmaus und Siebenschläfer
Beide Arten sind Bilche, beide leben in Bäumen und Sträuchern, beide brauchen kugelige Schlafquartiere. Der Unterschied liegt in der Größe – und die entscheidet, wer einzieht.
Der Haselmauskobel Typ 2KS hat ein Einschlupfloch von 26 mm und ist damit auf die kleine Haselmaus zugeschnitten. Der Schläferkobel Typ 1KS mit 40 mm ist für den deutlich größeren Siebenschläfer und den Gartenschläfer gedacht. Beide Modelle sind räubersicher konstruiert, sodass Marder und Katze nicht an den Inhalt kommen.
Ein Detail, das viele überrascht: Bei beiden Kobeln liegt der Einschlupf zum Stamm hin. Die Tiere gelangen also von der Rinde aus hinein, so wie sie es bei natürlichen Höhlen gewohnt sind – und Fressfeinde haben von außen keinen Angriffspunkt.
Diese Kobel kommen nicht nur in Privatgärten zum Einsatz, sondern auch im Artenmonitoring. Die Haselmaus ist streng geschützt und schwer nachzuweisen; ausgebrachte Kobel gehören zu den anerkannten Methoden, um ihr Vorkommen in einem Gebiet überhaupt festzustellen. Bitte öffnen Sie belegte Kobel nicht während der Ruhezeit – auch hier gilt: Störung kostet Energie, die den Tieren im Winter fehlt.
Eichhörnchen: Futter und Aufzucht
Eichhörnchen legen Vorräte an, finden im Winter aber regelmäßig nur einen Teil davon wieder. Der Futterautomat aus Holz wird direkt mit 500 g Futter geliefert und funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Das Tier hebt den Deckel selbst an und kommt an die Nüsse. Das hält Vögel und Nässe draußen und beschäftigt das Eichhörnchen zugleich. Wer zwei Futterstellen im Garten einrichten möchte – etwa an gegenüberliegenden Bäumen, um Revierstreit zu vermeiden –, greift zum Satz mit zwei Automaten.
Für einen ganz anderen Zweck ist der Eichhörnchen-Aufzuchtkobel gedacht: Er bietet Jungtieren einen wetterfesten, sicheren Rückzugsort und wird vor allem in der Wildtierhilfe und bei Auswilderungen eingesetzt, wenn junge Eichhörnchen wieder an die Freiheit gewöhnt werden.
Amphibienschutz: für Gemeinden, Vereine und Projekte
Jedes Frühjahr wandern Kröten, Frösche und Molche zu ihren Laichgewässern – und queren dabei Straßen. An bekannten Wanderstrecken sterben ohne Schutzmaßnahmen große Teile einer lokalen Population an wenigen Abenden.
Der Amphibienschutzzaun mit 100 m Länge aus Kunststoffgewebe wird inklusive Zubehör geliefert. Er leitet die Tiere entlang der Straße zu Sammelstellen, wo sie von Helferinnen und Helfern über die Fahrbahn getragen werden. Aufgebaut wird er vor Beginn der Wanderung, meist im Spätwinter, sobald die Nächte milder und feuchter werden.
Dieses Produkt richtet sich weniger an den Privatgarten als an Gemeinden, Naturschutzverbände, Ortsgruppen und Straßenbaulastträger. Wir beraten auch zu größeren Stückzahlen und zu Kombinationen für längere Streckenabschnitte.
Warum Holzbeton?
Die meisten Quartiere in dieser Kategorie bestehen aus Schwegler Holzbeton – einem Gemisch aus Holzspänen und Zement. Das Material vereint drei Eigenschaften, die für Tierquartiere entscheidend sind: Es dämmt gegen Hitze und Kälte, sodass die Temperatur im Inneren nicht den Ausschlägen draußen folgt. Es atmet, wodurch Feuchtigkeit entweichen kann statt zu kondensieren. Und es hält Jahrzehnte, ohne zu verrotten, zu splittern oder von Spechten aufgehackt zu werden.
Ein Quartier aus dünnem Holz mag im Laden hübscher wirken – im dritten Winter ist es meist durchgeweicht. Genau deshalb setzen Naturschutzprojekte und Forschungsvorhaben seit Jahrzehnten auf dieses Material.
Was noch dazugehört
Quartiere allein reichen nicht. Wer Säugetieren im Garten wirklich helfen will, lässt Strukturen zu: Laubhaufen in einer ruhigen Ecke, Totholz, eine ungemähte Fläche, durchlässige Zäune mit bodennahen Öffnungen, damit Igel überhaupt von Grundstück zu Grundstück gelangen. Wasser ist im Sommer oft wichtiger als Futter – eine flache Schale genügt, ergänzend gibt es Vogeltränken und Vogelbäder.
Weitere Quartiere für andere Artengruppen finden Sie bei den Fledermauskästen, den Nisthöhlen und den Insektenquartieren. Für die Winterfütterung der Vögel gibt es die Futtersäulen und Futterstationen, das komplette Programm im Schwegler Shop.