Nistkästen und Nisthilfen von Schwegler – für jede Vogelart die richtige
Ein Nistkasten ist kein Universalprodukt. Ein Mauersegler braucht einen anderen Einflug als eine Meise, eine Schleiereule ein anderes Raumvolumen als ein Baumläufer, und eine Mehlschwalbe nistet überhaupt nicht in einer Höhle, sondern in einem Nest an der Fassade. Deshalb finden Sie hier über 190 Nisthilfen, die jeweils für eine bestimmte Art oder Artengruppe entwickelt wurden.
Besonders gefragt sind der Mauerseglernistkasten Typ 17 für die Fassade, der Schleiereulenkasten Typ 23 für Scheunen und Kirchtürme sowie die Turmfalkennisthöhle Typ 28. Suchen Sie eine klassische Nisthilfe für Meisen, Sperlinge oder Rotkehlchen, werden Sie bei den Nisthöhlen schneller fündig.
Naturschutzprodukt Nisthöhle Typ 2M freihängend mt FT Abstandshalter Nisthilfe Flugloch 26 mm
Naturschutzprodukt Nisthöhle 2M Nistkasten freihängend FT Flugloch 29 x 55 mm oval braun
Naturschutzprodukt Nisthöhle Typ 2M Vogelnisthöhle braun freihängend FO Flugloch 29 x 55 mm oval
Naturschutzprodukt Nisthöhle Typ 2M Vogelhöhle braun freihängend FO Nisthilfe Flugloch 26 mm
Naturschutzprodukt Eulenhöhle Typ Nr. 5 ohne Marderschutz Nisthilfe mit Flugloch 110 x 120 mm
Naturschutzprodukt Turmfalkennisthöhle H 36 cm Typ 28 bewährte Nisthilfe aus Holzbeton
Naturschutzprodukt Steinkauzröhre Typ 20A mit Marderschutz Nisthilfe für wichtigen Artenschutz
Naturschutzprodukt Dohlennisthöhle Typ 29 Nisthilfe für Koloniebrüter Dohlen Holzbeton
Naturschutzprodukt Mauerseglernistkasten Nr. 17A 3-fach Nisthilfe geeignet für Koloniebildung
Naturschutzprodukt Mauerseglernistkasten Nr. 17B 1fach extratief Nisthilfe mit vergrößertem Brutraum
Naturschutzprodukt Grundstein für Mauersegler- /Fledermaus-Haus Typ 1MF
Naturschutzprodukt Zubehör Nestmulde für Mauersegler passend zu 16 16S 1MF
Naturschutzprodukt Mauersegler-Einbaukasten Typ 16 Nisthilfe mit Einflug von unten
Naturschutzprodukt Mehlschwalben-Einzelnest Typ Nr. 13 Mehlschwalben zur Reihenbildung
Naturschutzprodukt Zubehör Kotbrett für Mehlschwalben-Fassadennest Nr. 11 Hygieneartikel
Naturschutzprodukt Baumläuferhöhle Typ 2B räubersicher Satz 2 Stück Artenschutz Produkt
Naturschutzprodukt Starenhöhle Satz 2 Stück Typ 3SV Flugloch 45 mm mit Marderschutz
Naturschutzprodukt Kleiberhöhle Typ 5KL Flugloch 32 mm artgerechter Brutraum für Kleiber
Naturschutzprodukt Nistkorb aus Weidengeflecht Durchmesser 40 cm Artenschutz
Naturschutzprodukt Nistkorb aus Weidengeflecht D 70 cm Artenschutz Produkt
Naturschutzprodukt Nistkorb aus Weidengeflecht D 110 cm Artenschutz für Weißstorch
Naturschutzprodukt Steinkauzröhre Typ Nr. 22 Schaukelröhre mit Marderschutz durch Geruchsstoff
Naturschutzprodukt Mauerseglernistkasten Typ Nr. 17 1-fach am Gebäude aus Leichtbeton
Naturschutzprodukt Schleiereulenkasten Typ 23 H 50 cm Artenschutz Nistkasten Schleiereule
Welche Nisthilfe für welche Vogelart?
Die Auswahl beginnt nicht beim Produkt, sondern bei der Frage: Welche Vögel leben überhaupt bei Ihnen? Ein Steinkauzkasten in einem Stadtgarten bleibt leer, ein Mauerseglerkasten am freistehenden Bungalow ebenso. Wer sich unsicher ist, fragt am besten die örtliche Naturschutzgruppe, den NABU-Kreisverband oder die Ornithologen der Region – sie wissen, welche Arten vor Ort vorkommen und wo Brutplätze fehlen.
Grundsätzlich lassen sich vier Gruppen unterscheiden, die jeweils völlig andere Ansprüche haben: Gebäudebrüter, Eulen und Greifvögel, Baumspezialisten sowie Kolonie- und Großvögel. Die klassischen Höhlenbrüter – Meisen, Sperlinge, Rotkehlchen – bilden eine eigene, besonders große Gruppe und haben eine eigene Kategorie.
Gebäudebrüter: Mauersegler und Schwalben
Diese Arten haben sich über Jahrhunderte an unsere Häuser angepasst – und verlieren ihre Brutplätze schneller als jede andere Gruppe. Bei jeder energetischen Sanierung verschwinden Spalten, Traufkästen und Mauerlöcher. Ein Quartier, das über Jahrzehnte genutzt wurde, ist an einem Vormittag zugeschäumt. Mauersegler kehren jedes Jahr zum exakt selben Brutplatz zurück; finden sie ihn nicht mehr, brüten sie oft gar nicht.
Für die Fassadenmontage eignen sich der Mauerseglernistkasten Typ 17 und die extratiefe Variante Typ 17B mit vergrößertem Brutraum. Weil Mauersegler Koloniebrüter sind und sich gegenseitig anlocken, ist der dreifache Kasten Typ 17A die wirksamere Wahl – mehrere Brutplätze nebeneinander werden deutlich schneller angenommen als ein einzelner.
Bei Neubau oder Sanierung lässt sich die Nisthilfe direkt ins Mauerwerk integrieren: mit dem Einbaukasten Typ 16 mit Einflug von unten oder dem Grundstein Typ 1MF, der Mauerseglern und Fledermäusen zugleich dient. Die passende Nestmulde erhöht die Annahmewahrscheinlichkeit spürbar, weil sie den Vögeln die Nestanlage abnimmt.
Mehlschwalben bauen ihre Nester außen an die Fassade und sind auf geeignete Untergründe angewiesen, die es an glatten modernen Wänden kaum noch gibt. Das Mehlschwalben-Einzelnest Typ 13 ist auf Reihenbildung ausgelegt – auch hier gilt: Mehrere Nester nebeneinander wirken besser als eines. Gegen den häufigsten Einwand gegen Schwalben an der Wand hilft ein Kotbrett, das die Fassade und den Bereich darunter sauber hält.
Eulen und Greifvögel
Diese Arten brauchen Volumen, Dunkelheit und absolute Ruhe – und einen wirksamen Schutz gegen Marder, die ganze Bruten ausräumen. Der Schleiereulenkasten Typ 23 gehört in Scheunen, Kirchtürme, Dachböden und Ställe. Die Eulenhöhle Typ 5 mit großem Einflug richtet sich an Waldkauz und ähnlich große Arten.
Beim Steinkauz haben sich Röhren durchgesetzt, die in Kopfweiden und Obstbäumen hängen: die Steinkauzröhre Typ 20A mit Marderschutz und die Schaukelröhre Typ 22, die zusätzlich über einen Geruchsstoff abschreckt. Der Steinkauz ist auf Streuobstwiesen angewiesen – wo diese verschwinden, ist die künstliche Röhre oft der letzte verbliebene Brutplatz.
Für den Turmfalken, der als Gebäudebrüter in Kirchtürmen und an Scheunen lebt, ist die Turmfalkennisthöhle Typ 28 die bewährte Lösung.
Spezialisten am Baum
Manche Arten haben so eigene Ansprüche, dass ein normaler Nistkasten für sie nicht funktioniert. Der Baumläufer etwa nistet hinter abstehender Rinde – die Baumläuferhöhle Typ 2B bildet genau diese Situation nach und wird als Zweiersatz geliefert, weil die Art oft mehrere Nester nutzt.
Der Kleiber verengt zu große Fluglöcher eigenhändig mit Lehm; die Kleiberhöhle Typ 5KL bringt das passende Maß von vornherein mit. Und der Star, einst allgegenwärtig und inzwischen auf der Vorwarnliste, braucht mit 45 mm ein deutlich größeres Flugloch als jede Meise – die Starenhöhle Typ 3SV mit Marderschutz gibt es ebenfalls im Zweiersatz.
Koloniebrüter und Großvögel
Dohlen brüten in Gesellschaft und nehmen Nisthilfen an Gebäuden, in Türmen und an Steinbrüchen an. Die Dohlennisthöhle Typ 29 ist auf diese Lebensweise ausgelegt und entfaltet ihre Wirkung, wenn mehrere Einheiten nebeneinander montiert werden.
Für den Weißstorch gibt es den Nistkorb aus Weidengeflecht mit 110 cm Durchmesser – ein Projektprodukt für Gemeinden, Vereine und Landwirte, das auf Masten, Schornsteinen oder eigens errichteten Plattformen montiert wird.
Klassische Höhlenbrüter
Meisen, Sperlinge, Rotkehlchen, Gartenrotschwanz und Zaunkönig sind die Arten, die in fast jedem Garten vorkommen und am schnellsten einziehen. Für sie ist die Fluglochgröße das entscheidende Kriterium: 26 bis 27 mm, 32 mm oder ovale Öffnungen von 29 x 55 mm. Die vollständige Auswahl mit allen Bauformen – freihängend, mit Vorderwandöffnung, mit Marderschutz – finden Sie in der Kategorie Nisthöhlen.
Warum Holzbeton
Nahezu alle Nisthilfen bestehen aus Schwegler Holzbeton, einem selbst entwickelten Werkstoff aus überwiegend heimischem Holz und mineralischen Bindemitteln. Er ist atmungsaktiv, sodass Feuchtigkeit entweichen kann statt zu kondensieren. Er dämmt, sodass die Temperatur im Inneren den Ausschlägen draußen nicht folgt – im Hochsommer entscheidet das über das Überleben der Brut. Und er hält Jahrzehnte, ohne zu verrotten oder von Spechten aufgehackt zu werden.
Der Maßstab des Herstellers ist der Belegungserfolg: Eine Nisthilfe ist nur dann gut, wenn sie tatsächlich bezogen wird. Genau deshalb werden diese Produkte auch von Forschungsstellen, Forstbetrieben, Obstbauern und Kommunen eingesetzt und nicht nur in Privatgärten.
Anbringen: Zeitpunkt, Höhe, Ausrichtung
Der beste Zeitpunkt ist der Herbst. Dann dient die Nisthilfe den Winter über als Schlafquartier, verliert ihren Neugeruch und ist im Frühjahr bereits bekannt, wenn die Brutplatzsuche beginnt. Möglich ist die Montage aber ganzjährig, solange nicht in eine laufende Brut eingegriffen wird.
Als Faustregel gilt: zwei bis vier Meter Höhe, Einflug nach Osten oder Südosten, leicht nach vorn geneigt, damit kein Regen eindringt. Vermeiden Sie die pralle Nachmittagssonne und Standorte direkt über viel begangenen Wegen. Bei Gebäudebrütern gelten andere Regeln – Mauerseglerkästen gehören mindestens sechs Meter hoch und brauchen freien Anflug, weil die Vögel nicht senkrecht starten können.
Zur Montage an Bäumen sollten immer Aluminiumnägel oder Bügel verwendet werden, die den Baum nicht dauerhaft schädigen und beim späteren Sägen ungefährlich sind. Passendes Montagematerial finden Sie im Zubehör.
Reinigung und Kontrolle
Gereinigt wird nach der Brutzeit, also etwa zwischen September und Februar: altes Nistmaterial entnehmen, trocken ausfegen, keine Reinigungsmittel verwenden. Das entfernt Parasiten und schafft Platz für die nächste Saison. Bei besetzten Quartieren gilt: nicht öffnen. Störungen kosten Energie, die Vögeln im Winter fehlt, und bei streng geschützten Arten ist die Kontrolle ohnehin nur mit entsprechender Genehmigung zulässig.
Für Kommunen, Vereine und Projekte
Viele Produkte dieser Kategorie sind keine Gartenartikel, sondern Ausrüstung für den professionellen Artenschutz: Schleiereulenkästen für Kirchengemeinden, Steinkauzröhren für Streuobstinitiativen, Mauerseglerkästen für Wohnungsbaugesellschaften im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen, Storchennistkörbe für Gemeinden.
Wir beschäftigen uns seit über 20 Jahren mit diesen Produkten und beraten auch zu größeren Stückzahlen, zu Kombinationen für Artenschutzmaßnahmen und zur Frage, welcher Typ an welchem Gebäude überhaupt montierbar ist.
Passende Ergänzungen
Nistplätze allein reichen nicht. Für die Versorgung im Winter gibt es die Futtersäulen und Futterstationen, für den Sommer die Vogeltränken und Vogelbäder. Quartiere für andere Artengruppen finden Sie bei den Fledermauskästen, den Insektenquartieren und unter Säugetiere und Amphibien. Das komplette Programm liegt im Schwegler Shop.